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SWAKOPMUND |
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A ls die Stadt von den Europäern gegründet wurde, lebten im Swakop -Tal nomadisierende Nama- und Damarastämme. Nach deren Bezeichnung hat sich der heutige Name für den Ort und den Fluß durchgesetzt. Wie so häufig geht der Name dabei auf eine Naturbeobachtung zurück, die die Eigenart einer Landschaft, eines Flusses oder Berges besonders gut trifft. Nach starken Regenfällen im Inland führte der Swakop bei seinem Aufkommen sehr viel Sand, Tierkadaver, Pflanzenteile und Sträucher mit sich und "entleerte sich" schließlich in den Atlantik, der dann im Mündungsbereich eine bräunliche Färbung annahm. Aus dieser Beschreibung ist die Nama - Bezeichnung: "Tsoa - xaub" abgeleitet. Wobei " Tsoa" für die Exkrementenöffnung, Anus, steht und "Tsoa(s)" für das, was aus der Öffnung strömt. Von den Europäern wurde die Bezeichnung "mund" hinzugefügt, was aber eigentlich eine Verdopplung des eigentlichen Namens darstellt. |
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Von
Windhoek kommend fährt man auf der B1 nach Okahandja und dann weiter
auf der B2 Richtung Swakopmund, über Wilhelmstal, Karibib und Usakos. |
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1793
ankerten erstmals holländische Seefahrer kurzzeitig an der Mündung des Swakop. Die Küste Namibias zählt zu den schwierigsten Küsten der Erde. Nicht zufällig hat der Küstenstreifen nördlich von Swakopmund den Namen "Skelettküste" bekommen. Der Grund dafür liegt an der starken Dünungsbrandung, am Nebel (an ca. 50 Tagen im Jahr beträgt die Sicht unter 1 km) , den variablen Strömungen und den fehlenden natürlichen Buchten. Die
Landungen waren daher anfangs sehr schwierig. So mußten die Schiffe
weit vor der Küste ankern. Die Passagiere und die Ladung wurden dann mit
Brandungsbooten am Land gebracht, was sehr gefährlich war. Bereits 1894 nahm die Hamburger Reederei Woermann einen regelmäßigen Frachtverkehr auf. In den kommenden Jahren wurde alles, was die deutsche Kolonie benötigte, über Swakopmund eingeführt. Auch deutsche Truppen gingen hier an Land. 1902 wurde mit dem Bau einer Landungsbrücke begonnen - zunächst aus Holz, dann 1912 durch Eisen ersetzt, entstand die noch heute beliebte "Jetty". Leider befindet sie sich heute in einem bedauernswertem Zustand und ist zur Begehung nicht freigegeben. 1400
weiße und 1200 schwarze Einwohner zählte Swakopmund bereits
1902. In den Folgejahren entwickelte sich der Ort zu einem
Städtchen im Stil der Kaiserzeit. Noch heute erhaltene Gebäude wie der
Bahnhof oder das alte Amtsgericht wurden erbaut. |
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ima |
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Eine
Attraktivität von Swakopmund ist der Kontrast seines Wetters zu den
übrigen Teilen Namibias. |
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dtteile |
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Die
meisten Bürger der Stadt leben außerhalb des Zentrums von Swakopmund
in den Vororten Kramersdorf, Vineta, Tamariskia und Mondesa. Mondesa
wurde 1960 errichtet. Bis dahin hatte die schwarze Mehrheit mitten in
Swakopmund gewohnt. In der aufstrebenden Touristenstadt wollte man sich
aber dieses Schandflecks entledigen und verbannte die Schwarzen daher
nach Mondesa. Die Lebensbedingungen verbesserten sich dadurch nicht,
aber die weiße Bevölkerung und die Touristen mußten die Armut nicht
länger zur Kenntnis nehmen.
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rensuche |
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Begeben wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch Swakopmund und wandeln wir auf den Spuren der Kolonialzeit. Bis
zum Dezember 2001 wurde jeder Besucher, der aus Richtung Windhoek kam,
über die Kaiser - Wilhelm - Strasse ins Stadtzentrum geführt. Obwohl
der Straßenname in Sam Nujoma Ave. geändert wurde, hat der alte
Straßenname in den Köpfen der meisten Swakopmunder weiterhin bestand.
Auf zahlreichen Häusern ist auch heute noch die alte
Straßenbezeichnung zu lesen. Beginnen wir unseren Rundgang beim Wahrzeichen der Stadt dem rot-weiß gestreiften Leuchturm. Mit 21 Metern überragt er alle anderen Gebäude der Stadt. Die ersten 11 Meter wurden bereits 1902 vollendet. Die restlichen 10 Meter wurden dann 1910 hinzugefügt. Obwohl der Hafen längst versandet ist, ist der Leuchtturm noch in Betrieb und besitzt eine Reichweite von 35 Seemeilen. Nicht weit vom Leuchtturm entfernt befindet sich die Sommerresidenz des Namibischen Staatsoberhauptes (seit 1990 Sam Nujoma). Dieses Gebäude entstand 1902 als Kaiserliches Bezirksgericht nach den Plänen von Carl Schmidt. In unmittelbarer Nähe, unterhalb einer kleinen Grünanlage, befindet sich der Holzmarkt auf dem kunstgewerbliche Gegenstände verkauft werden. Ein geschweifter Doppelgiebel an der Nordfassade und ein Glockendach am zweigeschössigen Erkervorbau sind die markanten Merkmale des "Alten Amtsgerichtes". 1907/1908 als Schulneubau geplant, wurde es aufgrund fehlender Geldmittel als Amtsgericht fertiggestellt. Heute sind in diesem Gebäude Büros der Stadtverwaltung untergebracht. Nur weniger Meter vom Strand und Mole entfernt befindet sich das Swakopmunder Museum. Die Grundlage des 1951 gegründeten Museum bildet die Sammlung des Zahnarztes Dr. Alfons Weber. Sie vermittelt einen Einblick über die Geschichte der Stadt und der Kolonialzeit. Vielfältiges Anschauungsmaterial über die Flora und Fauna, Geologie und Ethnologie, eine Mineraliensammlung, die Originaleinrichtungen der Zahnarztpraxis und der Adler Apotheke gewähren dem Besucher einen Einblick in die Zeit vergangener Jahre. Die völkerkundliche Sammlung mit Ausstellungsstücken der einheimischen Bevölkerung Namibias runden das Gesamtbild ab. Ein durchaus lohnender Besuch, den Sie bei Ihrem Aufenthalt nicht versäumen sollten.
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Nach
dem Museumsbesuch bietet sich etwas Erholung an der direkt neben dem
Museum liegenden Mole an. Diese wurde 1899 - 1903 zum Schutz des
Hafenbeckens angelegt. Aber schon nach wenigen Jahren war das
Hafenbecken vollkommen versandet. Nach
dieser Erholungspause können wir uns einem weiteren imposanten Gebäude
Swakopmunds zuwenden, dem Woermann-Haus und dem dazugehörigen
Damara-Turm. Noch bis 1972 diente es als Schülerheim. Dann wurde das Gebäude, nachdem Gefahr bestand, dass es abgerissen werden sollte, unter Denkmalsschutz gestellt. Durch Spendenaktionen und öffentliche Mittel wurden die Kosten für die Restauration abgedeckt. So kann man auch heute noch einen mit altdeutschen Kacheln verzierten Innenhof, Täfelungen, Kassettendecken und Deckengemälde bewundern. Der Aufstieg auf den Turm ist möglich und belohnt mit einen schönen Blick über die Stadt, die Wüste und das Meer. Nur einen Steinwurf vom Woermannhaus entfernt liegt das Hohenzollernhaus. Mit seiner Fassade im Neobarock wohl das prachtvollste Gebäude Swakopmunds.
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In
den Kriegszeiten 1904-1907, in denen Swakopmund seine erste Hochkonjunktur
erlebte und es an Mietwohnungen mangelte, wurde dieses Gebäude
im Stil eines Berliner Mietshauses geplant und gebaut. Angelegt wurden
die Wohnungen um eine Innentreppe; Wohn- und Erkerzimmer wurden zur
Straßenseite und die Wirtschaftsräume nach hinten platziert. Die
Fassade weist bedeutsame Stukkaturen auf. Neidköpfe rahmen jedes
Fenster. Dazu kommen mit Weintrauben bedeckte Säulen, Kapitelle, das
Putengesims kleiner Knaben, Fächerrosetten und zwei Löwen am Giebel.
Ein weiterer Augenschmaus ist Atlas, der das Himmelgewölbe trägt.
Ursprünglich aus Gips, musste er wegen Wind und Wetter einer
Fiberglaskontruktion weichen. Das Prinzessin Rupprecht-Heim verdankt seine Existenz dem direkten Interesse der kolonialen deutschen Militärmacht. Es diente als Lazarett und man baute darauf, dass die Lage dicht am Meer förderlich für die Genesung der Soldaten sein würde. Bereits 1901 wurde es erbaut. Aber erst 1914 beim Umbau zu einem zivilen Erholungsheim erhielt es seinen Namen nach der Frau des bayerischen Prinzen Rupprecht. Heute dient es als Altenwohnheim und als Hotel. Am
Nordende der Breite- und Otavi Straße stößt man auf den 1901 erbauten
Bahnhof der Kaiserlichen Eisenbahn Verwaltung. Er war der Endpunkt der
1897 - 1902 erbauten Eisenbahnlinie Windhoek - Swakopmund. Etwa 1 km nördlich vom Bahnhof steht das 1907/1908 von Otto Ertl entworfene Gefängnis. Auf den ersten Blick ist es nicht als Gefängnis zu erkennen, sondern ähnelt eher mit seinen verspielten Formen des Jugendstils einem Hotel. Die Repräsentationsfront mit seinen Wärterwohnungen verbirgt dabei jedoch nur geschickt die Zellen im Hinterhof. Noch heute wird es als Gefängnis benutzt. In der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Straße befindet sich das OMEG-Haus. Den Namen verdankt das Gebäude der Otavi-Minen und Eisenbahn-Gesellschaft, die es als Lagerhaus benutzte. Die Otavi - Linie fuhr nach Tsumeb zur Kupfermine. Neben diesen aufgeführten Gebäuden gibt es noch eine Vielzahl von sehenswerten Häusern, darunter auch eine große Anzahl von Privathäusern wie z.B. die Villa Wille mit ihrem auffällig verzierten Turm oder das Schwietering Haus, benannt nach dem ehemaligen Besitzer, dem Ortsarzt Schwietering. |
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| Sho |
pping |
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Natürlich können Sie in Swakopmund auch einem anderen beliebten Urlaubsvergnügen nachgehen, dem Shopping. Ob
Sie nun afrikanisches Kunsthandwerk, Teppiche oder Wandbehänge aus
Karakul-Wolle, Schmuck, Bücher, Antiques, Edel- oder Halbedelsteine,
Holz- oder Stoffwaren, Bilder, Fotoartikel oder eine komplett neue
Safariausrüstung benötigen, Sie werden sich Ihren Wunsch in einem der
vielen Geschäfte erfüllen können.
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| Aus |
flüge |
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Direkt
vor der Stadt kann man die "Martin-Luther-Lok" besichtigen.
Dieses eigenwillige Gefährt spiegelt den Versuch wieder, mit Dampfkraft
aber ohne Schienen, ins Landesinnere vorzudringen. Nonidas
ist der Name einer Burg die 5 km von Swakopmund auf einer Anhöhe, hoch
über dem Flußbett des Swakop liegt. Sie vermittelt dem Betrachter
durch seine Ecktürme und Zinnen einen durchaus wehrhaften Eindruck. Die
ehemalige "Polizei- und Zollstation" D.S.W.A. war ein Kontrollpunkt,
um den Waren- und vor allem den Waffenhandel der Engländer zu
kontrollieren. Rund
65 km in östlicher Richtung befindet sich die Rössing - Mine. Sie
wurde vor 70 Jahren entdeckt und ist die größte Uranablagerung der
Welt. Die Zukunft der Mine ist aber aufgrund der gesunkenen Nachfrage
nach Uran und der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen nicht
voraussehbar. Dazu kommen Umweltschutzbedenken, da zum einen nicht
vollkommen geklärt ist, wie gesundheitsschädlich die Arbeit in der Mine
ist und zum anderen riesige Mengen hochgiftigen Abfalls anfallen. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ebenfalls in östlicher Richtung ist die sehenswerte Region der Mondlandschaft. Wie der Name schon sagt, ist die Landschaft sehr bizarr und erinnert an die Zerklüftungen auf dem Mond. Nicht weit davon entfernt liegt die Oase "Goanikontes". Inmitten der Wüste wächst hier üppiges Grün: Sykomoren, Eukalyptusbäume, Palmen. Nach weiteren ca. 15 km erreicht man nach Überquerung des Swakop eine Kolonie von Welwitschia mirabilis, die zu den außergewöhnlichsten Pflanzen Namibias gehören. Der
Küstenabschnitt zwischen Swakopmund und Walvis Bay ist bei Anglern sehr
beliebt. Zwei Ferienzentren laden mit Meerwasserschwimmbecken,
Restaurants und Feuerstellen zur Rast ein. Etwa
10 km in nördlicher Richtung von Swakopmund entfernt liegt das größte
Salzwerk des Landes. Hier wird seit 1933 Salz gewonnen. Nachdem 1953 die
Vorkommen erschöpft waren, werden nun täglich bis zu 18 Millionen
Liter Meerwasser in künstlich angelegte flache Becken geleitet. Hier
verdunstet es allmählich und Natriumchloried wird
auskristallisiert. Das Salz wird vom Boden der Pfanne gelöst,
gewaschen und gereinigt. Der Salzgehalt des Endproduktes liegt bei
99,6%. Über
Henties Bay, einem kleinen Ort direkt am Meer, kommt man zum
Robbenreservat Cape Cross (ca. 120 km von Swakopmund). |
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| Nütz |
liches |
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Einreisebestimmungen: Botschaft
der Republik Namibia Führerschein: Devisen-
und Zollvorschriften: Gesundheit: Die
medizinischer Versorgung in Swakopmund ist sehr gut. Zahlreiche Ärzte
und ein öffentliches und ein privates Krankenhaus sind vorhanden. Reisegepäck: Kriminalität: Einkaufen: Polizei: Sprache: Strom: Telefonieren/Internet: Zeitungen: |
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