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SWAKOPMUND

Ozeanblick

Papageienpflanze

 

A ls die Stadt von den Europäern gegründet wurde, lebten im Swakop -Tal nomadisierende Nama- und Damarastämme. Nach deren Bezeichnung hat sich der heutige Name für den Ort und den Fluß durchgesetzt. 

Wie so häufig geht der Name dabei auf eine Naturbeobachtung zurück, die die Eigenart einer Landschaft, eines Flusses oder Berges besonders gut trifft.

Nach starken Regenfällen im Inland führte der Swakop bei seinem Aufkommen sehr viel Sand, Tierkadaver, Pflanzenteile und Sträucher mit sich und "entleerte sich" schließlich in den Atlantik, der dann im Mündungsbereich eine bräunliche Färbung annahm.

Aus dieser Beschreibung ist die Nama - Bezeichnung: "Tsoa - xaub" abgeleitet. Wobei  " Tsoa" für die Exkrementenöffnung, Anus, steht und "Tsoa(s)" für das, was aus der Öffnung strömt.

Von den Europäern wurde die Bezeichnung "mund" hinzugefügt, was aber eigentlich eine Verdopplung des eigentlichen Namens darstellt.

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Kristallgalerie

Kaiser-Wilhelm-Strasse

An 

reise

 

Von Windhoek kommend fährt man auf der B1 nach Okahandja und dann weiter auf der B2 Richtung Swakopmund, über Wilhelmstal, Karibib und Usakos.
Nach Rund 355 km wird die Vegatation immer spärlicher und man durchquert schließlich die Namib -Wüste.
Wie eine Fata Morgana erhebt sich aus dem Wüstensand der Namib die drittgrößte Stadt Namibias, Swakopmund. Je näher man der Stadt kommt, umso mehr nimmt die Wüstenhitze ab und schließlich grüßt den Reisenden eine von Palmen geschmückte Allee die ins Stadtzentrum führt. 

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Ovambokrieger 1899

Pioniere 1885

Ges 

chichte

 

1793 ankerten erstmals holländische Seefahrer kurzzeitig an der Mündung des Swakop.
1862 war es die Besatzung des deutschen Kanonenbootes "Wolf", die als Zeichen der Besetzung des Landes die deutsche Flagge hißte.
Das deutsche Kanonenboot "Hyäne" markierte am 
4. August 1892 mittels zweier Baken die mögliche Landestelle für Schiffe nördlich der Mündung des Swakop und demonstrierte damit vor den Engländern den hoheitsrechtlichen Akt der Inbesitznahme dieses Küstenteils für den Bau eines Hafens durch das Deutsche Reich. Dieses Datum wird als Gründungstag der Stadt Swakopmund gefeiert.
Die Deutschen begannen unter hohen Kosten einen künstlichen Hafen anzulegen, um von See her den Nachschub für das Landesinnere heranschaffen zu können.
Dabei wäre dieser Ort nicht die erste Wahl gewesen. An der 1400km langen Küste Südwestafrikas gab es eine ausgezeichnete Stelle für einen Hafen, die Walfischbucht. Diese war aber bereits 1878 von der britischen Krone in Besitz genommen worden.

Die Küste Namibias zählt zu den schwierigsten Küsten der Erde. Nicht zufällig hat der Küstenstreifen nördlich von Swakopmund den Namen "Skelettküste" bekommen. Der Grund dafür liegt an der starken Dünungsbrandung, am Nebel (an ca. 50 Tagen im Jahr beträgt die Sicht unter 1 km) , den variablen Strömungen und den fehlenden natürlichen Buchten.

Die Landungen waren daher anfangs sehr schwierig. So mußten die Schiffe weit vor der Küste ankern. Die Passagiere und die Ladung wurden dann mit Brandungsbooten am Land gebracht, was sehr gefährlich war.
Diese Aufgabe wurde durch "Kruleute" oder "Kruboys" erledigt. Dabei handelte es sich um Schwarze aus Liberia, die dort bereits an Bord genommen wurden und die man später in ihre Heimat zurücktransportierte. 

Bereits 1894 nahm die Hamburger Reederei Woermann einen regelmäßigen Frachtverkehr auf.  In den kommenden Jahren wurde alles, was die deutsche Kolonie benötigte, über Swakopmund eingeführt. Auch deutsche Truppen gingen hier an Land.

1902 wurde mit dem Bau einer Landungsbrücke begonnen - zunächst aus Holz, dann 1912 durch Eisen ersetzt, entstand die noch heute beliebte "Jetty". Leider befindet sie sich heute in einem bedauernswertem Zustand und ist zur Begehung nicht freigegeben.

1400 weiße und 1200 schwarze Einwohner zählte Swakopmund bereits 1902.  In den Folgejahren entwickelte sich der Ort zu einem Städtchen im Stil der Kaiserzeit. Noch heute erhaltene Gebäude wie der Bahnhof oder das alte Amtsgericht wurden erbaut.
Swakopmund entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum der Kolonie "Deutsch Südwest".

Nach dem ersten Weltkrieg geriet die Stadt aber zunehmend in Vergessenheit. Die neue Mandatsmacht Südafrika baute nun den Hafen des benachbarten Walvis Bay zum wichtigsten Fischerei- und Industriehafen Namibias aus.

Das was sich damals als Untergang für Swakopmund abzeichnete, hat sich im nach hinein als Segen erwiesen, denn so blieb das historische Stadtbild erhalten und der Aufstieg zum beliebtesten Seebad Namibias begann.

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im Swakop Flußbett

Pelikan

Kl

ima

 

Eine Attraktivität von Swakopmund ist der Kontrast seines Wetters zu den übrigen Teilen Namibias.
Entscheidenden Einfluß auf das Klima hat dabei der kühle Benguela-Meeresstrom, der aus den Gewässern der Antarktis kommend an der Westseite des südlichen Afrika nordwärts zieht. Er sorgt dafür, dass an der Küste kaum Niederschlag fällt, denn die von Westen kommenden Luftmassen werden über dem kalten Wasser abgekühlt und können daher keine Feuchtigkeit aufnehmen. In durchschnittlich 100 Nächten pro Jahr kommt es dadurch zu Nebelbildung. Die Ursache liegt darin, das sich warme Luftmassen aus dem Inneren des Landes auf die kühlen Luftschichten des Meeres legen.
Im Verlauf eines Tages können dicker Nebel mit warmen Ostwind aus der Wüste, der hochsommerliche Temperaturen bringt, mit dem kalten Südwester, der vom Meer her weht,  wechseln.
Im Laufe eine Jahres schwanken die Temperaturen aber nur zwischen 10 und 30 Grad Celsius, wobei man auf Regen  meistens vergeblich  wartet. Nur an etwa 10 Tagen im Jahr regnet es in dieser Wüstenstadt am Meer. 

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Blick über Swakopmund

Adler Apotheke

Sta

dtteile

 

Die meisten Bürger der Stadt leben außerhalb des Zentrums von Swakopmund in den Vororten Kramersdorf, Vineta, Tamariskia und Mondesa.
Kramersdorf ist das Villenviertel der Weißen, in Vineta leben gutsituierte Weiße und mittlerweile auch einige schwarze Namibianer.
Tamariskia ist das Farbigen-Viertel und Mondesa das Schwarzen-Ghetto. Daran hat sich auch nach der Unabhängigkeit nichts verändert.

Mondesa wurde 1960 errichtet. Bis dahin hatte die schwarze Mehrheit mitten in Swakopmund gewohnt. In der aufstrebenden Touristenstadt wollte man sich aber dieses Schandflecks entledigen und verbannte die Schwarzen daher nach Mondesa. Die Lebensbedingungen verbesserten sich dadurch nicht, aber die weiße Bevölkerung und die Touristen mußten die Armut nicht länger zur Kenntnis nehmen.
Anfangs mussten die Menschen strikt nach ihrer Stammeszugehörigkeit leben. Inzwischen ist diese willkürliche Trennung aber aufgehoben und jeder kann im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten seinen Wohnort wählen. Die Lebens- und Wohnqualität ist aber nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Tamariskia dagegen, von der Apartheidregierung für "Farbige" vorgesehen, ist etwas besser ausgestattet. Die Häuser sind ansprechender, es gibt ein Krankenhaus und Gesundheitsstationen sowie weiterführende Schulen.  

 

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Woermann-Haus

Landungsbrücke Jetty

Spu 

rensuche

 

Begeben wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch Swakopmund und wandeln wir auf den Spuren der Kolonialzeit.

Bis zum Dezember 2001 wurde jeder Besucher, der aus Richtung Windhoek kam, über die Kaiser - Wilhelm - Strasse ins Stadtzentrum geführt.  Obwohl der Straßenname in Sam Nujoma Ave. geändert wurde, hat der alte Straßenname in den Köpfen der meisten Swakopmunder weiterhin bestand. Auf zahlreichen Häusern ist auch heute noch die alte Straßenbezeichnung zu lesen.
Die Stadtplaner Swakopmunds legten alle Hauptstraßen so an, dass sie direkt auf das Meer zuführen und so breit sind, dass ein Ochsenwagen auch wenden konnte.  Die bis heute ungewöhnlich breiten Straßen lassen daher die Gemütlichkeit einer Kleinstadt nicht aufkommen.

Beginnen wir unseren Rundgang beim Wahrzeichen der Stadt dem rot-weiß gestreiften  Leuchturm.  Mit 21 Metern überragt er alle anderen Gebäude der Stadt. Die ersten 11 Meter wurden bereits 1902 vollendet. Die restlichen 10 Meter wurden dann 1910 hinzugefügt. Obwohl der Hafen längst versandet ist,  ist der Leuchtturm noch in Betrieb und besitzt eine Reichweite von 35 Seemeilen.

Nicht weit vom Leuchtturm entfernt befindet sich die Sommerresidenz des Namibischen Staatsoberhauptes (seit 1990 Sam Nujoma). Dieses Gebäude entstand 1902 als Kaiserliches Bezirksgericht nach den Plänen von Carl Schmidt.

In unmittelbarer Nähe, unterhalb einer kleinen Grünanlage, befindet sich der Holzmarkt auf dem kunstgewerbliche Gegenstände verkauft werden.

Ein geschweifter Doppelgiebel an der Nordfassade und ein Glockendach am zweigeschössigen Erkervorbau sind die markanten Merkmale des "Alten Amtsgerichtes". 1907/1908 als Schulneubau geplant, wurde es aufgrund fehlender Geldmittel als Amtsgericht fertiggestellt.  Heute sind in diesem Gebäude Büros der Stadtverwaltung untergebracht.

Nur weniger Meter vom Strand und Mole entfernt befindet sich das Swakopmunder Museum. Die Grundlage des 1951 gegründeten Museum bildet die Sammlung des Zahnarztes Dr. Alfons Weber. Sie vermittelt  einen Einblick über die Geschichte der Stadt und der Kolonialzeit.  Vielfältiges Anschauungsmaterial über die Flora und Fauna, Geologie und Ethnologie, eine Mineraliensammlung, die Originaleinrichtungen der Zahnarztpraxis und der Adler Apotheke gewähren dem Besucher einen Einblick in die Zeit vergangener Jahre. Die völkerkundliche Sammlung mit Ausstellungsstücken der einheimischen Bevölkerung Namibias runden das Gesamtbild ab. Ein durchaus lohnender Besuch, den Sie bei Ihrem Aufenthalt nicht versäumen sollten. 

 

Blick vom Leuchtturm

evangelisch-lutherische Kirche

 

Nach dem Museumsbesuch bietet sich etwas Erholung an der direkt neben dem Museum liegenden Mole an. Diese wurde 1899 - 1903 zum Schutz des Hafenbeckens angelegt. Aber schon nach wenigen Jahren war das Hafenbecken vollkommen versandet.
So schützt die Mole heute den Sandstrand "Palm Beach". Trotz der kühlen Wassertemperaturen des Benguela-Stroms, auch im Sommer kaum über 20 Grad warm, ein beliebter Badeplatz und für ein Sonnenbad - zu jeder Jahreszeit - bestens geeignet.

Nach dieser Erholungspause können wir uns einem weiteren imposanten Gebäude Swakopmunds zuwenden, dem Woermann-Haus und dem dazugehörigen Damara-Turm.
Das an seinem markanten Turm schon vom weiten erkennbare Gebäude entstand 1903/1904. Es war der Sitz von Woermanns Damara- und Namaqua-Handelsgesellschaft, dem bedeutendsten Im- und Export- Unternehmens Südwestafrikas. Von seinem Turm aus konnten die Angestellten der Woermann-Schiffahrts-Linie, die seit 1894 regelmäßig verkehrte, die Ankunft der Schiffe beobachten bzw. mit Hilfe eines Spigeltelegraphen Kontakt aufnehmen. Auch die ankommenden Ochsenkarren aus dem Landesinneren hatte man im Blick. Darüber hinaus wurde der Turm auch als Wasserturm genutzt. 

Noch bis 1972 diente es als Schülerheim. Dann wurde das Gebäude, nachdem Gefahr bestand, dass es abgerissen werden sollte,  unter Denkmalsschutz gestellt. Durch Spendenaktionen und öffentliche Mittel wurden die Kosten für die Restauration abgedeckt.  So kann man auch heute noch einen mit altdeutschen Kacheln verzierten Innenhof,  Täfelungen, Kassettendecken  und Deckengemälde bewundern. Der Aufstieg auf den Turm ist möglich und belohnt mit einen schönen Blick über die Stadt, die Wüste und das Meer.

Nur einen Steinwurf vom Woermannhaus entfernt  liegt das Hohenzollernhaus. Mit seiner Fassade im Neobarock wohl das prachtvollste Gebäude Swakopmunds. 

 

Hohenzollernhaus

Globustragender Atlas auf dem Hohenzollernhaus

 

In den Kriegszeiten 1904-1907, in denen Swakopmund seine erste Hochkonjunktur erlebte und es an Mietwohnungen mangelte, wurde dieses Gebäude im Stil eines Berliner Mietshauses geplant und gebaut. Angelegt wurden die Wohnungen um eine Innentreppe; Wohn- und Erkerzimmer wurden zur Straßenseite und die Wirtschaftsräume nach hinten platziert. Die Fassade weist bedeutsame Stukkaturen auf. Neidköpfe rahmen jedes Fenster. Dazu kommen mit Weintrauben bedeckte Säulen, Kapitelle, das Putengesims kleiner Knaben, Fächerrosetten und zwei Löwen am Giebel. Ein weiterer Augenschmaus ist Atlas, der das Himmelgewölbe trägt. Ursprünglich aus Gips, musste er  wegen Wind und Wetter einer Fiberglaskontruktion weichen.
1988 wurde es als Appartementhaus renoviert.

Das Prinzessin Rupprecht-Heim verdankt seine Existenz dem direkten Interesse der kolonialen deutschen Militärmacht. Es diente als Lazarett und man baute darauf, dass die Lage dicht am Meer förderlich für die Genesung der Soldaten sein würde.  Bereits 1901 wurde es erbaut. Aber erst 1914 beim Umbau zu einem zivilen Erholungsheim erhielt es seinen Namen nach der Frau des bayerischen Prinzen Rupprecht. Heute dient es als Altenwohnheim und als Hotel.

Am Nordende der Breite- und Otavi Straße stößt man auf den 1901 erbauten Bahnhof der Kaiserlichen Eisenbahn Verwaltung. Er war der Endpunkt der 1897 - 1902 erbauten Eisenbahnlinie Windhoek - Swakopmund.
Seit 1995 steht nur noch die unter Denkmalschutz stehende Fassade des Bahnhofs, die Gleise wurde demontiert. Das Innere des Bahnhofs wurde zu einem Luxushotel mit Ladengeschäften, Restaurant und Spielcasino umgebaut.

Etwa 1 km nördlich vom Bahnhof steht das 1907/1908 von Otto Ertl entworfene Gefängnis. Auf den ersten Blick ist es nicht als Gefängnis zu erkennen, sondern ähnelt eher mit seinen verspielten Formen des Jugendstils einem Hotel.  Die Repräsentationsfront mit seinen Wärterwohnungen verbirgt dabei jedoch nur geschickt die Zellen im Hinterhof. Noch heute wird es als Gefängnis benutzt.

In der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Straße befindet sich das OMEG-Haus.  Den Namen verdankt das Gebäude der Otavi-Minen und Eisenbahn-Gesellschaft, die es als Lagerhaus benutzte. Die Otavi - Linie fuhr nach Tsumeb zur Kupfermine.

Neben diesen aufgeführten Gebäuden gibt es noch eine Vielzahl von sehenswerten Häusern, darunter auch eine große Anzahl von Privathäusern wie z.B.  die Villa Wille mit ihrem auffällig verzierten Turm oder das Schwietering Haus, benannt nach dem ehemaligen Besitzer, dem Ortsarzt Schwietering.

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Sonnenuntergang am Rand der Wueste

Wüstenpflanze

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Natürlich können Sie in Swakopmund auch einem anderen beliebten Urlaubsvergnügen nachgehen, dem Shopping.

Ob Sie nun afrikanisches Kunsthandwerk, Teppiche oder Wandbehänge aus Karakul-Wolle, Schmuck, Bücher, Antiques, Edel- oder Halbedelsteine, Holz- oder Stoffwaren, Bilder, Fotoartikel oder eine komplett neue Safariausrüstung benötigen, Sie werden sich Ihren Wunsch in einem der vielen Geschäfte erfüllen können.
Und sollten Sie nach einem langen Wüstenaufenthalt Appetit auf ein Nutella- oder Rübenkrautbrot bekommen auch da kann Ihnen geholfen werden. In einem der fünf großen Supermärkte werden Sie Ihr deutsches Lieblingsprodukt finden.  Wie schon an andere Stelle geschrieben ... "Die Wüste lebt"  

 

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Martin-Luther Dampflok

Sanddünen vor der Stadt

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flüge

 

Direkt vor der Stadt kann man die "Martin-Luther-Lok" besichtigen. Dieses eigenwillige Gefährt spiegelt den Versuch wieder, mit Dampfkraft aber ohne Schienen, ins Landesinnere vorzudringen.
1896 importierte der deutsche Offizier Edmund Troost mit eigenem Geld eine 1,4 Tonnen schwere Zugmaschine, halb Traktor, halb Dampflok der deutschen Maschinenfabrik in Dehne/Halberstadt. Sie sollte die Ochsengespanne ersetzen. Aber schon bei den Testfahrten blieb das Gefährt immer wieder im Sand stecken. Für die kurze Strecke von Swakopmund bis Walvis Bay benötigte das Ungetüm drei Monate. Dazu kam, dass Unmengen von Wasser benötigt wurden und die beiden Anhänger nicht ausreichten, um gleichzeitig genügend Brennholz und Fracht zu transportieren. So wurde schon die vierte Fahrt auch die letzte Fahrt und der Spitzname entstand als jemand Luthers Ausspruch "Hier stehe ich. Ich kann nicht anders" zitierte.

Nonidas ist der Name einer Burg die 5 km von Swakopmund auf einer Anhöhe, hoch über dem Flußbett des Swakop liegt. Sie vermittelt dem Betrachter durch seine Ecktürme und Zinnen einen durchaus wehrhaften Eindruck. Die ehemalige "Polizei- und Zollstation" D.S.W.A. war ein Kontrollpunkt, um den Waren- und vor allem den Waffenhandel der Engländer zu kontrollieren.
Heute ist es ein Hotel, von dem man einen fabelhaften Blick auf die Tümpel des Swakop hat, wo Pelikane, Reiher, Enten und Flamingos sich tummeln.

Rund 65 km in östlicher Richtung befindet sich die Rössing - Mine. Sie wurde vor 70 Jahren entdeckt und ist die größte Uranablagerung der Welt. Die Zukunft der Mine ist aber aufgrund der gesunkenen Nachfrage nach Uran und der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen nicht voraussehbar. Dazu kommen Umweltschutzbedenken, da zum einen nicht vollkommen geklärt ist, wie gesundheitsschädlich die Arbeit in der Mine ist  und zum anderen riesige Mengen hochgiftigen Abfalls anfallen.
Die Mine kann besichtigt werden.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ebenfalls in östlicher Richtung ist die sehenswerte Region der Mondlandschaft. Wie der Name schon sagt, ist die Landschaft sehr bizarr und erinnert an die Zerklüftungen auf dem Mond. Nicht weit davon entfernt liegt die Oase "Goanikontes". Inmitten der Wüste wächst hier üppiges Grün: Sykomoren, Eukalyptusbäume, Palmen. Nach weiteren ca. 15 km erreicht man nach Überquerung des Swakop eine Kolonie von Welwitschia mirabilis, die zu den außergewöhnlichsten Pflanzen Namibias gehören.

Der Küstenabschnitt zwischen Swakopmund und Walvis Bay ist bei Anglern sehr beliebt. Zwei Ferienzentren laden mit Meerwasserschwimmbecken, Restaurants und Feuerstellen zur Rast ein.
Gleitschirmfliegen von den haushohen Dünen oder eine Quartbiketour durch die Wüste sind ebenfalls möglich.

Etwa 10 km in nördlicher Richtung von Swakopmund entfernt liegt das größte Salzwerk des Landes. Hier wird seit 1933 Salz gewonnen. Nachdem 1953 die Vorkommen erschöpft waren, werden nun täglich bis zu 18 Millionen Liter Meerwasser in künstlich angelegte flache Becken geleitet. Hier verdunstet es allmählich und Natriumchloried wird auskristallisiert.  Das Salz wird vom Boden der Pfanne gelöst, gewaschen und gereinigt. Der Salzgehalt des Endproduktes liegt bei 99,6%.
An diesen Becken  kann man auch sehr gut Flamingos und Kormorane beobachten, so dass ein Ausflug immer lohnt.

Über Henties Bay, einem kleinen Ort direkt am Meer, kommt man zum Robbenreservat Cape Cross (ca. 120 km von Swakopmund).
Der Name Cape Cross bezieht sich auf das Kreuz, das der portugiesische Seefahrer Diogo Cao im Jahre 1486 auf dem Kap errichtete.
Hier leben rund 100 000 Zwergpelzrobben. Der fischreiche Benguela- Strom bildet die Lebensgrundlage der Robben, so dass sie ständig am Kap anzutreffen sind. 

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Robbenbank bei Walwis Bay

junge Robbe

Nütz 

liches

 

Einreisebestimmungen:
Für Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz genügt ein Reisepass. Ein für drei Monate gültiges Visum wird bei der Einreise in den Pass gestempelt. Wer plant, länger als drei Monate im Land zu bleiben, sollte sich an die diplomatische Vertretung Namibias in Deutschland wenden. 

Botschaft der Republik Namibia 
Wichmannstr. 5
10787 Berlin
e-mail: namibia@home.ivm.de

Führerschein:
Um einen Leihwagen anzumieten, benötigt man den
internationalen Führerschein. 

Devisen- und Zollvorschriften:
Für Reiseschecks und Barbeträge in ausländischer Währung gibt es keine speziellen Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen. 
Es gelten die üblichen internationalen Zollbestimmungen.  

Gesundheit:
Reisende aus seuchenfreien Gebieten unterliegen keiner Impfpflicht. Eine Prophylaxe gegen Malaria ist dann zu empfehlen, wenn Sie den Norden und Nordosten Namibias befahren wollen. Für Swakopmund aber nicht nötig.

Die medizinischer Versorgung in Swakopmund ist sehr gut. Zahlreiche Ärzte und ein öffentliches und ein privates Krankenhaus sind vorhanden.
Medikamente sind in Apotheken erhältlich. Diese bieten auch Kosmetik- und Drogerieartikel an.

Reisegepäck:
Dem durchweg warmen Klima angemessen sollte die Kleidung leicht und luftdurchlässig sein. Wegen der gelegentlich sehr kühlen Nächte und dem auftretenden Morgennebel sollte aber ein Pullover nicht fehlen. Insbesondere außerhalb der Stadt sind leichte, halbhohe Schuhe offenen Sandalen vorzuziehen.

Kriminalität:
Kriminalität, vor allem Gewaltkriminalität, spielt in Swakopmund bei weitem keine so große Rolle wie in manchen anderen afrikanischen Ländern oder der Hauptstadt Namibias Windhoek. Dennoch kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen oder Betrügereien. Grundsätzlich sollte man die gleiche Wachsamkeit,  wie man sie auch bei Besuchen in europäischen Städten an den Tag legt,  walten lassen. Dazu gehört auch, keine Gegenstände sichtbar im Auto zurückzulassen.

Einkaufen:
Wie schon an anderer Stelle beschrieben kann man in Swakopmund so gut wie alles einkaufen.
Die Supermärkte sind auch an Sonntagen geöffnet. Für andere Geschäfte trifft dies nicht immer zu.

Polizei:
In ganz Namibia gilt der einheitliche
Polizei-Notruf  1 01 11.

Sprache:
Die offizielle Sprache ist Englisch. In vielen Swakopmunder Geschäften, Restaurants und Cafes wird aber Deutsch zumindest verstanden, meistens sogar gesprochen.

Strom:
Die Steckdosen, 220 bis 240Volt, sind durchweg dreipolig. Adapter sind aber überall erhältlich.

Telefonieren/Internet:
Namibia hat ein sehr gutes Fernsprechnetz. Die europäischen Länder sind im Selbstwähldienst zu erreichen.
Es besteht die Möglichkeit E-Mails aus Internetcafes zu versenden.

Zeitungen:
Die "Allgemeine Zeitung" (www.az-namibia.de ) ist das Sprachrohr der deutschstämmigen Bevölkerung Namibias. Sie erscheint von Montag bis Freitag und ist in den Supermärkten oder Buchhandlungen erhältlich. Meistens kauft man sie aber auf der Straße von Zeitungsjungen, die sich dadurch ihren Broterwerb sichern.
Daneben gibt es namibische Tageszeitungen in englischer Sprache oder Afrikaans.
Deutsche und internationale Zeitschriften sind ebenfalls erhältlich.

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